Herzintelligenz®

Bild: Die Herzensforscher haben ein Fenster zum Herzen entdeckt auf das sich Dichter, Philosophen, Religionen und Motivationsexperten beziehen.Das IHM (Institute of Heart Math®) im kalifornischen Boulder Creek erforscht seit über 20 Jahren unter Leitung von Doc Lew Childre die Bedeutung des Herzens (jenseits seiner Wirkung als Pumpe) für das menschliche Leben, die Dynamik zwischen Herz und Gehirn sowie den Emotionen. Die Forschungen bringen ganz erstaunliche und sehr praktische Ergebnisse.
Die Herzensforscher haben ein Fenster zum Herzen entdeckt – und zwar zum körperlichen sowie auch zum metaphorischen Herzen der Gefühle, auf das sich Dichter, Philosophen, Religionen und Motivationsexperten beziehen.

Die Bedeutung des Herzens für die Sprache der Gefühle ist nicht nur eine Metapher in allen Kulturen. Das Herz nimmt Dinge wahr und fühlt.
Seit kurzem weiß man, das Darm und Herz eigene Netzwerke mit zigtausend Neuronen besitzen und „kleine Gehirne“ im Körper darstellen.
Wenn das Herz „spricht“ beeinflusst es die Physiologie unseres ganzen Körpers, angefangen beim Gehirn.
Das Elektrische Feld des Herzens ist 40 mal stärker als das des Gehirns und beeinflusst (leitet) damit die Systeme im Organismus. Ebenso strahlt es weit über den Körper hinaus.
Es gibt eine tiefempfundene Stelle (das energetische Herz), wo das körperliche und gefühlsmäßige Herz sich treffen und Zugang zu mehr Zielstrebigkeit, Herzkraft, Kreativität, Sicherheit und innerer Ruhe ermöglichen.
„Von Herzen dankbar sein“, „mit dem Herzen spielen“, „sein Herz verschenken“, „etwas mit dem Herzen tun“, „Mit dem Herzen sehen/ hören“, bewirkt Veränderungen des Herzrhythmus, des Nerven-, Immun- und Hormonsystems.

Die Verbindung zwischen Kopf und Herz

Bild: Die Verbindung zwischen Kopf und HerzAußer durch Hormone, den Blutdruck und das elektromagneti
sche Feld kann das „kleine Gehirn“ des Herzens auch über direkte Nervenverbindungen auf das emotionale Gehirn im Zentralen Nervensystem einwirken und umgekehrt.

Das Herz unterstützt die Gehirnfunktion. Verschiedenen Studien zufolge wirkt sich die Kohärenz des Herzrhythmus unmittelbar auf die Leistung des Gehirns aus. Offenbar beeinträchtigen die chaotischen Phasen die Abstimmung der Gehirnfunktionen, Kohärenz hingegen unterstützt sie. Das zeigt sich an schnelleren und präziseren Reaktionen und einer besseren Leistung unter Stress.
(Grafik aus dem Buch „Die neue Medizin der Emotionen“ von David Servan-Schreiber.)

Die Beziehung zwischen dem emotionalen Gehirn und dem „kleinen Gehirn des Herzens“ ist einer der Schlüssel zur emotionalen Intelligenz.
Wenn wir lernen, mit unserem Herzen zu kommunizieren und es unter Kontrolle (in Kohärenz) zu bringen, lernen wir unser emotionales Gehirn zu zähmen und umgekehrt.
Die engste Bindung zwischen Herz und emotionalem Gehirn ist diejenige, die von so genannten peripheren autonomen (vegetativen) Bereichen des Nervensystem hergestellt wird, die das Funktionieren all unserer Organe regelt und sich sowohl unserem Willen, als auch unserem Bewusstsein entzieht.
Der unmittelbare Reflex dieses Kommens und Gehens zwischen emotionalem Gehirn und Herzen über das Autonome Nervensystem ist die Variabilität der Herzschlagfrequenz. Da Sympathikus und Parasympathikus immer im Gleichgewicht zu sein versuchen, beschleunigen und verlangsamen sie den Herzschlag ständig.

Herzkohärenz

Verschiedene Untersuchungen ergaben, dass negative Gefühle – Zorn, Angst, Traurigkeit und selbst alltägliche Sorgen – starke Pulsschwankungen auslösen und unseren Körper in Chaos stürzen. Die täglichen chaotischen Phasen (die man selbst oft gar nicht bemerkt) bedeuten einen großen Energieverlust und wachsende Erschöpfung und Unzufriedenheit.
Umgekehrt zeigen andere Studien, dass positive Gefühle wie Freude, Dankbarkeit, Fürsorge und vor allem Liebe die Kohärenz fördern.
Binnen einiger Sekunden führen Sie zu einer regelmäßigen, kraftvollen Welle, die bei einer Aufzeichnung der Pulsfrequenz förmlich ins Auge fällt.
 
Herzkohärenz ist die Ausgewogenheit des Autonomen Nervensystem, das dabei ständig Gaspedal (Sympathikus - Aktivität, Spannung) und Bremse (Parasympathikus – Entspannung, Erholung) trainiert und so sehr lebendig und anpassungsfähig ist.
 
Der Zustand der Kohärenz beeinflusst auch die anderen physiologischen Rhytmen (Blutdruck und Atmung gleichen sich rasch der Herzkohärenz an). Dies entspricht wie bei der Lichtbündelung zu einem Laser (Kohärenz) einer Vervielfachung der Energie. Kohärenz bedeutet für den Körper reine Energieeinsparung.
 
Die Übereinstimmung zwischen dem Herzen und dem emotionalem Gehirn stabilisiert das Autonome Nervensystem (Gleichgewicht Sympathikus – Parasympathikus). So dann sind wir bestens darauf vorbereitet uns allen Eventualitäten zu stellen. Wir können auf der Weisheit/ Intuition des emotionalen Gehirns zugreifen als auch auf die Reflexion, der abstrakte Überlegung und Planung des denkenden Gehirns.

Flow

Bei Laborexperimenten ermöglicht die Kohärenz es dem Gehirn, schneller und präziser zu arbeiten. Im alltäglichen Leben empfinden wir dies als Zustand, in dem wir ganz natürlich und ohne jegliche Anstrengung auf Ideen kommen: Ohne lange nachzudenken, fallen uns die richtigen Worte ein, um das, was wir sagen wollen, zum Ausdruck zu bringen, und wir handeln zügig, effizient.
Der Zustand des „Flow“ oder „Der Zone“, dieser Zustand natürlicher Konzentration, Leistung ohne Angestrengtheit ist die spürbare und sichtbare Harmonie zwischen emotionalem Gehirn, das die Energie liefert und denkendem Gehirn, das die Durchführung reguliert. Er basiert auf der Kohärenz des Herzrhythmus, der Bündelung der Herzenergie.
 
In dieser Verfassung sind wir auch eher bereit, uns auf alles mögliche Unvorhergesehen einzustellen, da unser Körper sich in einem optimalen Gleichgewicht befindet, wir allem gegenüber offen und in der Lage sind, Lösungsmöglichkeiten für Probleme zu entwickeln.
Kohärenz ist also kein Zustand der Entspannung im herkömmlichen Sinne. Sie erfordert keine Absonderung von der Welt und auch keineswegs, dass um uns herum alles reglos, ja, nicht einmal, dass es ruhig ist. Im Gegenteil, sie entspricht einer Eroberung der Außenwelt, einem nahezu körperlichen Kontakt mit ihr, doch einem harmonischen, keinen konfliktbeladenen.
Eroberung der Außenwelt macht innerlich unabhängig und ist eine große Quelle von Energie.

Sonnenaufgang im Herzen

Die meisten Menschen glauben, dass Emotionen ihnen einfach „widerfahren“. Untersuchungen von Heart Math® haben ergeben, dass Menschen ihr emotionales Wohlbefinden viel stärker beeinflussen, als sie es sich zutrauen, Sie wissen nur nicht, wie sie an diese Kraft herankommen.
Das können und sollten Sie lernen.
 
Indem Sie sich mit dem Herzen verbinden und eine positive Emotion oder Einstellung erzeugen, um Herz und Gehirn besser aufeinander einzustimmen, leugnen Sie den zugrunde liegenden Stress nicht und schieben ihn auch nicht beiseite. Sie werden einfach kohärent und bringen neue, intelligentere Sichtweisen ins Spiel.
Mit Kohärenz nehmen Sie die Stresssituation umfassender wahr; dadurch gewinnen Sie einen tieferen Einblick und können bessere Entscheidungen treffen. Sie fühlen sich dann nicht nur besser, sondern handeln auch überzeugender.
Ein Wandel im Herzen verändert vieles.

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Bild-Quelle:
tom2509 und franz.Bearbeitung pandi-pixelio.de

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